Messflaschen, Tropfer und Liquidbestandteile für DIY-Liquid

Das Wichtigste in Kürze

E-Liquid selbst mischen: Aroma, Base, PG/VG, Nikotinberechnung, Dosierung, Hygiene, Reifezeit, Lagerung und typische Fehler.

Wichtiger Hinweis: Nikotin ist giftig bei Verschlucken und kann über die Haut aufgenommen werden. Bei Kontakt gründlich mit Wasser spülen; bei Beschwerden medizinische Hilfe kontaktieren.

Beim Selbstmischen werden Base, Aroma und optional Nikotin zu einem fertigen E-Liquid kombiniert. Genaues Rechnen, sauberes Arbeiten und die Herstellerangaben des Aromas sind entscheidend. Aromakonzentrat darf nicht unverdünnt verwendet werden.

Die Bestandteile

Base besteht meist aus Propylenglykol (PG), pflanzlichem Glycerin (VG) oder einer Mischung. Aroma sorgt für den Geschmack und wird in einer empfohlenen Dosierung verwendet. Nikotinshots erhöhen optional die Endstärke. Zusätzlich werden eine geeignete Mischflasche, Handschuhe und eine genaue Dosierhilfe benötigt.

PG und VG verstehen

PG ist dünnflüssiger, transportiert Aroma gut und kann das Halsgefühl verstärken. VG ist dickflüssiger und erzeugt meist mehr Aerosol. Kleine Pod-Systeme benötigen häufig dünnflüssigere Mischungen, während große Verdampfer oft höhere VG-Anteile verarbeiten. Die Coil- und Herstellerangaben gehen vor.

Aromadosierung berechnen

Bei 10 % Aroma in 100 ml Endmenge werden 10 ml Aroma verwendet. Bei 5 % sind es 5 ml. Die restliche Menge besteht aus Base und optional Nikotinshots. Empfehlungen sind keine Einladung, beliebig höher zu dosieren: Zu viel Aroma kann unangenehm schmecken und die Coil schneller belasten.

Nikotinstärke berechnen

Formel: Gesamtmenge Nikotin in Milligramm geteilt durch Endvolumen in Millilitern. Zwei Shots mit je 10 ml und 20 mg/ml enthalten zusammen 400 mg Nikotin. Verteilt auf 100 ml Endmenge ergeben sie 4 mg/ml.

Schritt-für-Schritt

  1. Arbeitsfläche reinigen und Handschuhe anziehen.
  2. Zielmenge und Rezept schriftlich festlegen.
  3. Aroma exakt abmessen.
  4. Nikotinshots vorsichtig hinzufügen.
  5. Mit Base bis zur Zielmenge auffüllen.
  6. Flasche schließen und gründlich schütteln.
  7. Mit Inhalt, Stärke und Datum beschriften.

Reifezeit und Lagerung

Frische Mischungen können sich geschmacklich noch verändern. Fruchtaromen benötigen oft weniger Zeit als komplexe Dessert- oder Tabakaromen. Dunkel, kühl und kindersicher lagern. Wärme und direkte Sonne können Nikotin und Aroma schneller verändern.

Fehler vermeiden

  • Keine Küchenaromen oder ungeeigneten Duftstoffe verwenden.
  • Nikotinhaltige Flüssigkeit nicht ohne Schutz anfassen.
  • Keine unbeschrifteten Flaschen lagern.
  • Nicht mehrere Rezepte ohne Dokumentation mischen.
  • Bei Trübung, ungewöhnlichem Geruch oder Verunreinigung nicht verwenden.

Zwei Berechnungen, die man vorher machen sollte

  • Aromamenge: gewünschte Gesamtmenge × Dosierempfehlung in Prozent.
  • Nikotinmenge: gewünschte Endstärke × Gesamtmenge; anschließend durch die Konzentration der Nikotinquelle teilen.

Berechnungen ersetzen nicht die Produktangaben. Dosierempfehlung, Reinheit, maximale Füllmenge und Eignung für das verwendete Gerät müssen immer kontrolliert werden.

Häufige Fragen

Wie viel Aroma kommt in 100 ml Liquid?

Das richtet sich nach der Herstellerempfehlung. Bei 10 % wären es 10 ml, bei 5 % 5 ml.

Kann man jedes Liquid in jedem Pod verwenden?

Nein. Viskosität und Nikotinstärke müssen zum Gerät und zur Coil passen.

Wie lange ist selbst gemischtes Liquid haltbar?

Das hängt von Zutaten und Lagerung ab. Herstellerangaben beachten und bei auffälliger Veränderung nicht weiterverwenden.

Nur für Erwachsene ab 18 Jahren. Nikotin macht abhängig. E-Zigaretten, Liquids und Tabakerhitzer sind nicht risikofrei.