
Das Wichtigste in Kürze
Longfill richtig mischen: Zielmenge, Base, Nikotinshots, Endstärke, gründliches Mischen, Reifezeit, Lagerung und typische Fehler.
Eine Longfill-Flasche enthält konzentriertes Aroma in einer größeren Flasche und ist nicht zum unverdünnten Dampfen bestimmt. Vor der Nutzung wird sie mit geeigneter Base und – falls gewünscht – Nikotinshots bis zur vorgesehenen Gesamtmenge aufgefüllt.
Longfill und Aroma unterscheiden
Ein Longfill ist bereits in einer ausreichend großen Flasche abgefüllt. Auf dem Etikett stehen Aroma-Menge und Zielvolumen, zum Beispiel 10 ml Aroma in einer 60-ml-Flasche. Ein klassisches Aromakonzentrat kann in einer kleineren Flasche geliefert werden und benötigt eine separate Mischflasche. Beide Varianten müssen nach Herstellervorgabe verdünnt werden.
Was wird benötigt?
- Longfill-Flasche mit lesbarem Etikett
- geeignete nikotinfreie Base
- bei Bedarf zugelassene Nikotinshots
- Einmalhandschuhe und saubere Arbeitsfläche
- Etikett oder Stift für Mischdatum und Stärke
Schritt 1: Zielmenge lesen
Die Flaschengröße ist nicht automatisch die Füllmenge des Aromas. Entscheidend ist die Angabe des Herstellers. Eine 60-ml-Flasche wird normalerweise bis 60 ml Gesamtvolumen aufgefüllt, sofern das Etikett nichts anderes vorgibt.
Schritt 2: Nikotinstärke planen
Die gewünschte Endstärke hängt von Menge und Konzentration der Nikotinshots ab. Beispiel: Ein 10-ml-Shot mit 20 mg/ml enthält insgesamt 200 mg Nikotin. Wird dieser Shot in einer Endmenge von 60 ml verteilt, ergibt sich rechnerisch etwa 3,3 mg/ml. Zwei solche Shots in 60 ml ergeben etwa 6,7 mg/ml. Das Aroma und bereits vorhandene Flüssigkeit müssen bei der Endmenge mitgerechnet werden.
Schritt 3: Auffüllen
Handschuhe anziehen. Zuerst die geplanten Nikotinshots in die Longfill-Flasche geben, danach mit Base bis zur vorgesehenen Gesamtmenge auffüllen. Nicht überfüllen: Etwas Luft in der Flasche erleichtert das Schütteln.
Schritt 4: Gründlich mischen
Flasche fest verschließen und kräftig schütteln, bis die Mischung homogen wirkt. Danach das Etikett mit Datum, Nikotinstärke und verwendeter Base ergänzen. So lässt sich später nachvollziehen, was enthalten ist.
Reifezeit
Viele fruchtige Longfills können nach kurzer Durchmischung genutzt werden. Cremige, dessertartige oder tabakähnliche Aromen entwickeln sich manchmal über mehrere Tage. Die Herstellerempfehlung ist maßgeblich. Während der Reifezeit dunkel, kühl und kindersicher lagern.
Häufige Fehler
- Aroma unverdünnt verwenden
- Flaschengröße mit Aromamenge verwechseln
- Nikotinmenge falsch berechnen
- unterschiedliche Basen ohne Beachtung von PG/VG mischen
- Flasche nicht beschriften
- Liquid in Reichweite von Kindern lagern
Endstärke einfach berechnen
Grundformel: Nikotinmenge in mg geteilt durch die fertige Gesamtmenge in ml ergibt die Endstärke in mg/ml.
Beispiel: 10 ml Shot mit 20 mg/ml enthalten insgesamt 200 mg Nikotin. In einer fertigen Gesamtmenge von 60 ml ergeben sich rechnerisch rund 3,33 mg/ml.
Die Flaschengröße und Füllmarkierung des konkreten Produkts sind maßgeblich. Nicht über die vorgesehene Zielmenge hinaus auffüllen.
Häufige Fragen
Kann man Longfill direkt dampfen?
Nein. Longfill-Aroma ist zur Verdünnung vorgesehen und muss entsprechend der Herstellerangabe aufgefüllt werden.
Wie berechnet man die Endstärke?
Gesamtmenge Nikotin in Milligramm geteilt durch das Endvolumen in Millilitern ergibt mg/ml.
Welche Base passt?
Das hängt von Gerät, Coil und gewünschter Viskosität ab. Viele Pods arbeiten gut mit 50/50, größere Verdampfer häufig mit höherem VG-Anteil.
Nur für Erwachsene ab 18 Jahren. Nikotin macht abhängig. E-Zigaretten, Liquids und Tabakerhitzer sind nicht risikofrei.








